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Der InsoFa-Dreischritt
Gefährdungseinschätzung · Kinderschutz
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Die erste wissenschaftlich evaluierte Methode für die strukturierte Gefährdungseinschätzung in der InsoFa-Beratung

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Schritt 1: Rahmenbedingungen
Grunddaten zur Beratungssituation — nur durch die InsoFa auszufüllen
Schritt 2: Falldarstellung
Beobachtungen stichwortartig festhalten — KI unterstützt bei der Formulierung

KI-Unterstützung (Claude)

Stichworte eingeben, Claude formuliert einen sachlichen Fließtext. Das Ergebnis ist vollständig editierbar.

Nur lokal gespeichert. Über Einstellungen konfigurieren.

Der InsoFa-Dreischritt
Strukturierte Gefährdungseinschätzung in drei Schritten
1. Gefährdungsbereiche auswählen
2. Anhaltspunkte sammeln
3. Einschätzung vornehmen
1. Auswahl der Gefährdungsbereiche
„Ist dieser Bereich für das Kind / die Familie relevant?" — Beide Fachkräfte können antworten
Bereich 1 von 12
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Strukturierte Gefährdungseinschätzung in drei Schritten
1. Gefährdungsbereiche auswählen
2. Anhaltspunkte sammeln
3. Einschätzung vornehmen
2. Gewichtige Anhaltspunkte benennen
Für jeden ausgewählten Gefährdungsbereich — beide Fachkräfte können schreiben
Definition: Gewichtige Anhaltspunkte
„Beobachtbare Anzeichen für schädliche Auswirkungen von konkreten Elternhandlungen oder Unterlassen auf ein Kind gelten als gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung."
Barth, Michael (2022): Gewichtige Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung in der frühen Kindheit aus medizinischer und psychosozialer Perspektive. Expertise. NZFH, Köln. S. 23
Sammeln Sie konkrete Beobachtungen — keine Bauchgefühle. Fügen Sie je Anhaltspunkt eine Kachel hinzu.
Der InsoFa-Dreischritt
Strukturierte Gefährdungseinschätzung in drei Schritten
1. Gefährdungsbereiche auswählen
2. Anhaltspunkte sammeln
3. Einschätzung vornehmen
3. Einschätzung vornehmen
„Liegen Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vor?" — je ausgewähltem Gefährdungsbereich
Definition: Kindeswohlgefährdung
Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn es eine gegenwärtige Gefahr gibt, die bei weiterer Entwicklung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Schädigung führt oder bereits geführt hat, und wenn die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder nicht dazu in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden.
In Anlehnung an BGH FamRZ 1956, S. 350 und § 1666 BGB
Einschätzhilfe
JA = 2/2 Merkmale sind erfüllt: (1) Gefahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, (2) Bezugspersonen können oder wollen nicht abwenden
? = Einer oder beide Aspekte können zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend bewertet werden, da Informationen fehlen
NEIN = 1/2 oder 0/2 Merkmale sind erfüllt. Auch bei einer Einschätzung als NEIN kann weiterhin ein Gesprächs- und Unterstützungsbedarf bei der Familie bestehen.
Zusammenfassung der Einschätzung
Übersicht aller eingeschätzten Gefährdungsbereiche
Dieses Ergebnis ist eine professionelle Einschätzung, kein rechtsbindendes Dokument. Die Verantwortung für weitere Schritte liegt bei der zuständigen Fachkraft und Institution.
Zusammenfassung der Einschätzung
Gefährdungseinschätzung aus Schritt 3 zur Orientierung
Schritt 4: Maßnahmenplanung
Wer macht was bis wann zur Sicherstellung des Kindeswohls?

Bestätigung der Angaben
Beide Fachkräfte bestätigen die Richtigkeit der gemachten Angaben digital. Die Bestätigung wird mit Zeitstempel im Protokoll vermerkt.
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Ratsuchende Fachkraft
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Grundlagen & Quellen
Fachliche Grundlagen des InsoFa-Dreischritts und verwendete Literatur
Zum Instrument

Der InsoFa-Dreischritt ist ein strukturiertes Instrument zur Gefährdungseinschätzung in der Beratung durch Insoweit erfahrene Fachkräfte (InsoFa) nach §§ 8a, 8b SGB VIII. Es wurde von Teresa Vogelsänger entwickelt und wissenschaftlich evaluiert.

Das Instrument gliedert die Einschätzung in drei Schritte: (1) Auswahl relevanter Gefährdungsbereiche, (2) Benennung gewichtiger Anhaltspunkte, (3) strukturierte Einschätzung je Bereich anhand der rechtlichen Definition der Kindeswohlgefährdung.


Rechtliche Grundlagen
§ 8a SGB VIII — Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung: Verpflichtung zur Einschätzung gewichtiger Anhaltspunkte unter Hinzuziehung einer erfahrenen Fachkraft
§ 8b SGB VIII — Recht auf Beratung durch eine InsoFa für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Schulen und andere Einrichtungen
§ 1666 BGB — Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls: Grundlage der rechtlichen Definition von Kindeswohlgefährdung
BGH FamRZ 1956, S. 350 — Grundlegende Rechtsprechung zur Definition von Kindeswohlgefährdung als gegenwärtige Gefahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einer erheblichen Schädigung
§§ 176 ff. StGB — Straftatbestände sexualisierter Gewalt gegen Kinder; Kinder unter 14 Jahren sind absolut schutzwürdig

Literaturverzeichnis
Barth, Michael (2022): Gewichtige Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung in der frühen Kindheit aus medizinischer und psychosozialer Perspektive. Expertise. Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln.
Garbarino, J., Guttmann, E. & Seeley, J. W. (1986): The Psychologically Battered Child. Jossey-Bass, San Francisco.
Holt, S., Buckley, H. & Whelan, S. (2008): The impact of exposure to domestic violence on children and young people. In: Child Abuse & Neglect, 32(8), S. 797–810.
Johnston, J. R. & Campbell, L. E. G. (1988): Impasses of Divorce. Free Press, New York.
Kindler, Heinz (2010): Was ist über Eltern, die ihre Kinder gefährden, bekannt? In: Kindler, H. et al. (Hg.): Handbuch Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst. Deutsches Jugendinstitut (DJI), München.
Kindler, Heinz & Lillig, Susanna (2011): Kinderschutz bei Jugendlichen? Schutzauftrag, Gefährdungsformen und Hilfen jenseits des 14. Lebensjahres. DJI, München.
Kinderschutz-Zentrum Berlin (Hg.) (2009): Kindeswohlgefährdung. Erkennen und Helfen. 11. Auflage. Berlin.
Lenz, Albert & Brockmann, Jana (2013): Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Hogrefe, Göttingen.
Schone, Reinhold (2008): Kontrolle als Element von Fachlichkeit in den sozialpädagogischen Diensten der Kinder- und Jugendhilfe. Expertise. Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), Berlin.
Schone, Reinhold & Hensen, Gregor (2011): Zwischen Prävention und Intervention — Kinderschutz als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe. Waxmann, Münster.
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